"Hanni goes China"
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Hallo an alle daheim.
Es tut uns leid, dass Ihr gestern keine News erhalten habt.
Mit dem ins Bett gehen werden wir immer besser.
Wir sind um 02.30 Uhr ins Bett. Wir waren eingeladen und waren erst so spät wieder zurück.
Heute nach der Messe gehen wir noch bei dem FEI Turnier, dass diese Woche in Peking stattfinde,t vorbei. Die Frau bei der wir am Donnerstag in dem schönen Stall eingeladen waren hat uns auch Karten schicken lassen. So treffen wir uns heute Abend noch einmal mit Ihr.
Zu Hause berichte ich mit Sicherheit mehr.
Bis Sonntag!
Viele Grüße aus Beijing senden
Sandra und Andreas
Kleinbundenbach goes Richtung "große Welt"
Tag 1: Sonntag, 09.10.11 05.30 Uhr
Es ist ja nicht so! Da wir ja, wir Ihr wisst Mulitasking sind, war es ja für uns kein Problem noch "kurz" mit Vici in Spießen auf dem Turnier vorbei zu schauen, um den Caprilliwettbewerb zu reiten.
Dies hat sich auch echt gelohnt, denn Vici wurde (wie haben es die Richter ausgedrückt: "Mit einer schon sehr gut einwirkenden Reiterin) Zweite!
Doch nach dem Ritt ist bekanntlich vor dem Ritt und so ließ sich Vici die anschließende Regenerationsphase nicht nehmen!
Tag 1: Sonntag, 09.10.11 14.53 Uhr
Tja, unsere Zugreise von Homburg nach Frankfurt meisterten wir beiden Weltkenner natürlich mit links. Denn die netten "jungen" Männer mit den hübschen Bahnmützen" ließen keine Zweifel aufkommen welches der richtige Zug war und unterstützten uns in Mannheim lautstark untereinander disskutierend welcher der richtige Zug sei (Gott sei Dank haben wir unsere Bahn :-) ).
Auch Andreas war voll in seinem Element und stellte zu jeder Bahnstation den reiterlichen Bezug her :-)
Um 17.06 Uhr kamen wir in Frankfurt am Flughafen an.
"Tja Leute, das is nich wie aufem Hahn!" Neee, da waren noch andere Leute.
Diese Tatsache machte Andreas zwar etwas nervös, legte sich jedoch schnell wieder als ich ihm offenbarte, dass es allein in Peking-Stadt 30 Millionen sind!
So mussten wir von Terminal T (Bahnhof) erst mal in Terminal 2. Also quer durch Terminal 1- zum Schuttlebus- und mit diesem zu Terminal 2i.
Weiter ging`s: Zoll suchen. Ich wollte/ musste ja noch einmal mein schwer erkämpftes Carnet (also die zolltechnischen Ein- und Ausfuhrpapiere) vorzeigen. Als wir den Zoll endlich gefunden hatten, wie sollte es anders sein, wies uns die Zöllnerin darauf hin, dass wir zuerst einchecken sollten.
Also, wieder zurück (kein Witz!!!), quer durch Halle 2, einchecken bei Ethiad.
Dort angekommen zahlte sich natürlich meine "Sportlerkondition" aus und der Gedanke von nun ab regelmäßig eine Sauerstoffflasche mitzunehmen beschlich mich so ein- bis zweimal.
Man muss aber ehrlich sagen, dass das Einchecken, der anschließende Zoll und das Boarden gut und zügig klappte. Mit Ethiad zu fliegen ist natürlich eine Klasse für sich. Ob diverse Bordzeitschriften, Decken, Kissen, hinter jedem Sitz ein Touchscreenbildschirm oder Kopfhörer,... einfach super Service. Und die Stewardessen waren, glaube ich auch noch nicht alle vergeben (der den dieser Hinweis betrifft weiß jetzt bestimmt Bescheid- ok alle anderen auch Christoph :-) )
Aber nun zurück zu meinem geliebten Carnet und den stundenlanngen Vorbereitungen wegen der Nummerierung auf den Produkten, den nicht enden wollenden Listen,...
Also wieder zurück zum Zoll. Und was sagt der Knilch: "Ok, stellen Sie den Koffer da auf den Gepäckwagen, wir checken ihn für sie seperat ein!" Waaaasssss? Keine Kofferkontrolle, keine Fragen dazu, nichts???
Wie Ihr euch denken könnt war Andreas, wegen der ganzen Arbeit die er zu Hause auch schon in das Carnet gesteckt hatte ;-) genauso frustriert wie ich.
Doch er bewältigte seinen Stress auf seine Art und Weise:
Leider war beim Hinflug nach Abu Dhabi an Schlafen nicht zu denken, da der Flug sehr, sehr viele Turbulenzen aufwies. Ich glaube wir haben kein Gewitter ausgelassen.
Wir sind bestimmt beide schon oft geflogen, doch selbst Andreas hat gesagt, dass es auch für ihn der schlimmste Flug bisher war. Es ging teilweise wie auf einer Achterbahn.
Dafür hatte der Pilot die Situation aber echt gut im Griff.
Tag 2: Montag, 10.10.11 06.40 Uhr Landung in Abu Dhabi
Da wir auf diesem Flug eine sehr nette deutsche Stewadess kennengelernt hatten, die in Abu Dhabi wohnt, war die Tourplanung für diesen Tag kein Problem.
Anstrengender Flug, die ganze Nacht nicht geschlafen, kein richtiges Essen,...
Was würde Danny van Dünkel nun wohl in unsere Situation tun, dachten wir uns?!?!
Na klar, Frühstück im Emirate Palace. Eins der beiden 7* Hotels dieser Welt war ja wohl das mindeste in unserer Situation!
Doch da kam mal wieder mein Spartrieb zum Vorschein!
Nein Schatz, wir sind ja beide mit unseren Omis verwandt, was die können, können wir schon lange (ha Gertrud, hab ich es beim Mittagessen nicht gesagt!).
Mein Plan war, die 60$ EIntritt pro Person für die Touristen (Preis für die Besichtigung) zu sparen indem wir zum Nebeneingang gehen und es dort versuchen (stand im Reiseführer).
Also rein ins Taxi und ab zu Emirate Palace.
Allein das äußere Erscheinungsbild und die Gartenanlage dieses Hotels sind eine Klasse für sich.
Doch- kein Witz jetzt- hatten wir beide in der Eile vergessen dem Taxifahrer vergessen zu sagen, dass wir zum Nebeneingang wollen!!! Also, alles Symbolisieren und alle Versuche ihm auf den letzten Drücker deutlich zu machen, dass wir zum Nebeneingang wollen scheiterten. Er nickte nur freundlich und signalisierte, dass wir nun gleich da seien.
Ihr könnt euch ja nun uns zwei Angsthasen vorstellen, als wir unten an die Eingangsschranke (ich glaube mit einem eigenen SEK-Team) kamen.
Der Wächter schaute aber nur kurz ins Taxi, vor lauter Angst nickten wir nur freundlich, sah Europäer, und....... nickte zurück.
So fuhren wir halt in unsereerm Taxi, durch die lange Allee hoch vor den HAUPTEINGANG!!! Das Taxi hielt an und... einer der ca. 20 Bediensteten VOR dem Hotel öffnet uns die Taxitür. Wir stiegen aus, und das ganze war uns so peinlich, dass wir wieder nur freundlich nickten. Der Servicemann war zwar etwas irritiert, dass kein Gepäck zu transportieren war doch, cést la vie.
Ich weiß, aber auch wir erzählen noch täglich davon: KEIN WITZ JETZT:
Stellt euch diese Situation jetzt mal vor! Ihr steht vor dem Haupteingang des EMIRATE PALACE, Taxi weg, was tun also?! Ja klar, reingehen sonst wären wir wohl böse aufgefallen!!! Also, wie es sich gehört öffnet uns einer der 5 Türleute die Haupteingangstür, wir also rein. Der Anblick alleine erschlägt einem schon. Da wir ja aber so etwas jeden Tag sehen, naja wohl eher nicht auffallen wollen, also weiter.
Die netten Damen in der Eingangshalle nicken freundlich, ihr Blick fragt, ob Sie uns helfen können.
Aber die beste Taktik, das wisst Ihr ja, ist immernoch machen wie wenn man dazugehört.
Also, freundlich nicken und mich mit meinem Mann unterhalten. Und immer WEITERGEHEN!
Da kommt einem halt zu Gute, dass sich in solch einem Hotel niemals jemand von den Bediensteten trauen würde jemanden zu fragen, was er hier macht.
Dass es noch sehr früh war und die Touristenkleingruppen erst ab 10 Uhr Einlass haben kam uns wohl sehr entgegen. Dass die Hotelgäste um 7.30 Uhr noch fast alle schlafen wohl auch. So konnten wir uns in dem Hotel frei bewegen und überall hin, ohne vielen leuten zu begegnen. Und jetzt wo wir drin waren kam echt keiner mehr auf die Idee, dass wir nicht dazugehörten.
Die meisten Bilder habe ich, WEGEN DER TARNUNG :-), mit meinem Handy gemacht (folgen!).
Doch 2 konnte ich mit meiner Kamera machen (habe ich eingestellt- kommt jedoch nicht im geringsten so rüber wie es in echt ist).
Das Hotel ist so weitläufig, dass man es sich, wenn man nicht einmal drin war, gar nicht vorstellen kann. Es ist so mondän gebaut, dass es wirklich seines Gleichen sucht. Allein die Toiletten sind so groß, wie auf dem Binzhof der Wellnessbereich (nichts gegen den Binzhof). Doch soviel laufen macht natürlich auch hungrig und vor allem mutig. Also, auf zum Frühstück. Der netten Dame am Buffettempfang sagten wir natürlich, dass wir auf Geschäftsreise nach Peking seien und wir unseren Zwischenstopp nur kurz zu einem Frühstück im Emirate Palace nutzen wollten.
EI DAS WA DOCH GA KÄÄ PROBLEM IHR LEIT_ EIN NADIERLICH GEHT DAS!
Also saßen wir auf der Außenterasse des Emirate Palace mit Blick auf`s Meer und frühstückten.
Also, die Stewardess sagte ja, wir sollen die 60$ Eintritt pro Person investieren- es würde sich rentieren. Und es ist so, ob 60$ oder nicht es ist sehenswert. Auch wenn man denkt, mann hätte schon viel gesehen, DASS MIT SICHERHEIT NOCH NICHT!
Die 60$ sind wohl in die Anzahlung für das Frühstück besser investiert.
Also mein Tip: Gleich zum Haupteingang- zum Frühstück!
Tag 3: Dienstag, 11.10.11
Endlich in Beijing und noch immer keine Pause- aber wir wollten es ja so!
Nach dem unser Flug (dieses Mal sehr ruhig) nun in Beijing gelandet war hieß es auf das Gepäck warten.
- Besichtigung von drei Reitanlagen und dann endlich HOTEL!
(Bericht folgt)
Tag 4: Mittwoch, 12.10.11
Standaufbau und dann ab zur Besichtigungstour
(Silk Market wir kommen !!!! :-) )
Tag 5: Donnerstag, 13.10.11
Nun geht`s endlich los- die Messe beginnt !
Mit solch einem Interesse und so vielfälltigen, konkreten Anfragen hätten wir nie gerechnet! Andreas schwitzt schon Blut und Wasser, dass er wirklich noch einmal hier her muss :-)
Auf der Messe werden wir von verschiedenen Leuten eingeladen Ihre Reitanlagen zu besichtigen (och- manche liegen nur grad mal 2000 km von Beijing entfernt- naja gerne beim nächsten Mal (klang wirklich echt interessant)
Einen Termin haben wir dann heute Abend doch noch wahrgenommen.
Die Frau wollte, dass Andreas ihre Pferde beurteilt. Sie wollte uns auch gerne ihre Reitanlage vorstellen (die Überraschung war groß- wie sagt man bei uns: Ma deischt sich net mä wie on de Leit!).
Aber zu dieser possitiven Überraschung erst morgen mehr!
Doch seht selbst (leider konnte ich wegen den vielen Gesprächen nur sehr wenige Bilder machen):
So, und auch heute ist es mal wieder spät geworden. Bei euch sehe ich auf meinem Computer ist es jetzt erst 19.30 Uhr, bei uns hier schon 01.30 Uhr. Ich hinke mit meinen Berichten jedoch so nach,...
Andreas kann heut nicht schimpfen, da er schon schläft.
Doch auch heute wollte ich euch auf dem Laufenden halten. Die restlichen Tage reiche ich morgen nach (wenn wir uns nicht mit dem Mongolenhäuptling zum Essen verabreden- aber dazu morgen mehr :-) )
Ach ja, morgen muss ich euch aber wirklich von den Fröschen und der Geschichte, wie wir in China das Handeln neu gelernt haben erzählen (da waren wir voll in unserem Element!)
Da ich weiß, das meine Schatzis auch noch einmal auf Homepage gehen- ich weiß wir haben schon über Skype gesprochen- aber noch einmal einen dicken Kuss!
Bis morgen,
viele Grüße an alle zu Hause!
Sandra